Planung „Auf dem Rotental“
Vor 7 Jahren hatte die FDP – Fraktion im Rat der Stadt Frechen erstmals durchgesetzt, dass die Planung für das Gebiet „Auf dem Rotental“ den Bürgern vorgestellt wurde. Am 23.Januar 2007 findet die zweite Bürgerveranstaltung über dieses Plangebiet statt.
Was ist seit dem Jahr 2000 passiert?
• Die damaligen Pläne wurden einhellig von Bürgern und Politik abgelehnt.
• Das Bebauungsplangebiet wurde um Flächen südlich der Strasse Rotental erweitert.
• Es wurde ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Stadt Frechen und den Grundstückseigentümern des Plangebietes abgeschlossen, um die Planung und Erschließung des Gebietes vertraglich zu regeln.
• Die FDP hatte nachfolgende Planungsgrundsätze für dieses Gebiet gefordert, die von der SPD um weitere Punkte ergänzt und vom Planungsausschuss im Dezember 2005 mehrheitlich (bei Enthaltung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) beschlossen wurden.
• Die Planung wurde vollständig überarbeitet und am 21. November 2006 im Planungsausschuss vorgestellt. Die Forderungen des Planungsausschusses vom Dezember 2005 wurden im wesentlichen nicht berücksichtigt, daher wurde die Planung von allen Fraktionen abgelehnt.
Um eine qualifizierte Planung zu erreichen, sollen jetzt ergänzend zu den Forderungen der Politik auch die Bürger zu Worte kommen.
Die FDP – Fraktion wird sich wie in den vergangenen Jahren für eine bürgernahe Planung einsetzen und dafür stark machen, dass
1. Bebauungsstruktur und Siedlungsdichte sollen der ortstypischen Struktur von Königsdorf entsprechen, d.h. die Zahl der Geschosse soll sich der umgebenden Bebauung anpassen, das sind im wesentlichen 2geschossige Wohngebäude in offener Bauweise.
2. Die in früheren Varianten angestrebte Verdichtung auf etwa 1.500 Einwohner (= 15 % der heutigen Einwohnerzahl von Königsdorf!) für dieses rund 11,5 Hektar große Plangebiet wird abgelehnt. Hieraus ergibt sich eine Siedlungsdichte von etwa 130 Einwohnern pro Hektar, diese wäre etwa doppelt so hoch wie im heutigen Königsdorf. Eine solch hohe Einwohnerzahl würde zu einer unzumutbaren Verkehrsbelastung auf den zugeordneten Hauptstraßen führen.
3. Vorschläge für altengerechtes, barrierefreies Wohnen sind in den Planentwurf einzubringen. Das gleiche gilt für die Leitlinien für eine familien- und kinderfreundliche Stadtentwicklung der Stadt Frechen aus dem Jahre 2001.
4. Die Erschließung durch Strassen und Fußwege soll so erfolgen, dass der Bahnhof Königsdorf sowie die jeweils übergeordneten Hauptstraßen Augustinusstraße, Aachener Strasse, Neubuschbeller Weg und Mühlenweg sollen auf möglichst kurzem Wege erreicht werden können. Kurze Fahrwege sparen nicht nur Zeit sondern bedeuten auch weniger CO2-Emissionen, weniger Feinstaub usw.
5. Aufgrund der topographischen Lage des Plangebietes ist das Entwässerungssystem rechtzeitig zu untersuchen und zu planen. Angesichts der Topographie ist die Entwässerung ein Planungsparameter! Eine rechtzeitige Berücksichtigung der Entwässerungstechnik bedeutet später geringere Kosten im Bau und Unterhaltung der Kanäle.
6. Schallschutzmaßnahmen gegenüber der Eisenbahnstrecke Köln – Aachen müssen von Anfang an planerisch entwickelt werden. Eine hohe Geschosszahl der Wohngebäude erfordert einen verstärkten Lärmschutz gegenüber der Eisenbahnstrecke. Die hierzu erforderlichen Mehrkosten gehen kalkulatorisch in die Erschliessungskosten ein und verteuern somit das Wohngebiet.
7. Das Plangebiet soll landschaftsplanerisch so gestaltet werden, daß die erforderlichen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen sich nicht stur an den Vorgaben des Flächennutzungsplanes von 1980 orientieren, sondern sich als ein belebendes, gestalterisches Element im Plangebiet erweisen. Die weiteren Ausgleichsmaßnahmen sollen im Grünzug Rhein – Erft zwischen Köln – Weiden und Frechen -Königsdorf durchgeführt werden.
Wir hoffen auf eine rege Beteiligung der Bürger am Dienstag, den 23.Januar um 19 Uhr in der Aula der Grundschule Königsdorf.
Michael Brückner Rolf Rong
Fraktionsvorsitzender der FDP – Fraktion Fraktionsgeschäftsführer
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